Das Schweizerland

It’s by Tom Streit

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Das Schweizerland in Bild + Wort Volume 1

01/06—15/06/2018
Opening / Performance: 01/06/2018 18:00-20:00
MARIA, Rorschach, St. Gallen, Schweiz

Aktuell Öffnungszeiten nach Vereinbarung:
079 582 1667 / mariabergstrasse9@gmail.com

The Animals of Mirrors

«Others believe that in advance of the invasion we will hear from the depths of mirrors the clatter of weapons.» (Jorge Luis Borges, 1974)

Tom Streit (geb. 1984, Salzburg) studierte von 2009 bis 2015 an der Wiener Universität für angewandte Kunst bei Brigitte Kowanz, Hans Schabus und Henning Bohl. Im Zuge seiner Praxis beleuchtet er die fortschreitende Verdichtung von medialer Reflexion. In einem Spiel von Rhetorik und Linguistik, entwickelt er Objekte entlang von Intuition und Rückverweisen. Insbesondere untersucht er so die Effekte von Erscheinung und Empirie auf materielle und virtuelle Assemblagen in der westlichen Hyperkultur. Jedes Stück hat eine betont frei definierte Form der Präsentation, die Konzeption bezieht sich immer auf ihre kontextuelle Möglichkeit. Obwohl geplant, entsteht jede Arbeit spontan und beinhaltet freie Assoziationen im Vorgang ihrer konkreten materiellen Ausführung.

Als mir die Möglichkeit geboten wurde, meine erste Ausstellung in der Schweiz zu verwirklichen, stieß ich gleich zu Beginn meiner Recherchen auf die Lebensgeschichte des französischen Mathematikers Laurent Schwartz. Im Zuge seines Studiums in Paris in den späten 1930er Jahren verliebte er sich in Marie-Hélène Lévy. Während des Vichy-Regimes wechselten Laurent und Marie-Hélène Identitäten, um Denunziationen zu vermeiden und damit der Shoah zu entfliehen. Als Erinnerung hinterließ ihm seine Mutter eigens präparierte Falter. Dieses Geschenk sollte eine Passion in Laurent wecken, die er als gleichermaßen ausgeprägt wie seine Leidenschaft für die Mathematik empfand, nämlich die Jagd nach Faltern. Nach zahlreichen Reisen in die ganze Welt, konnte er eine rund 20 000 Falter umfassende Sammlung sein Eigen nennen.

Der Herstellungsprozess von Identität, von Heimat steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Das Schweizerland in Bild + Wort – Volume 1“. So bezeichnet das Schweizerland ein Gletschermassiv im heutigen Grönland, das von einem Pionier im Zuge der Zweiten Schweizer Expedition „entdeckt“ wurde. Nicht die Vergangenheit prägt das Zugehörigkeitsgefühl der Menschen, sondern die Frage wohin man gehen will—eine zutiefst künstlerische Frage, die sich jeder Mensch stellt, der sich im Aufbruch befindet. Jede Reise wird so zu einem möglichen metaphysischen Akt. Es ist weniger das Aufeinandertreffen von bekannten dialektischen Kategorien als ein Fragment eines pulsierenden Netzwerks in dem Identität als performative Geste in den Dialog nach Außen tritt.

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Text + Raumplan Rorschach

Exhibition Performance

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